Das göttliche Mädchen und der Gott der Unterwelt
Das göttliche Mädchen ist ein
schöner Jugendroman, den aber auch noch junge Erwachsene lesen
können. „Du kannst das Leben deiner Mutter verlängern, wenn du
als Wintermädchen bestehst.“ Mit diesem verlockenden Versprechen
tritt Kate in „Das göttliche Mädchen“ ihre ganz
persönliche Reise in die Welt der griechischen Mythologie an.
Jeden
Winter soll sie zukünftig bei Henry alias Hades, dem Gott der
Unterwelt, wohnen und ihm helfen, das Totenreich zu regieren –
Parallelen zu Persephone und Hades sind gewollt.
Allerdings weiß
Kate da noch nicht, dass sieben Prüfungen auf sie zukommen, von
denen sie jede einzelne bestehen muss, um das Leben ihrer Mutter auch
weiterhin zu sichern und sich diesen Platz zu verdienen.
Und auch für
Henry steht in „Das göttliche Mädchen“ viel auf dem
Spiel, denn sollte Kate es nicht schaffen, wäre das sein Todesurteil
– wobei er als Gott nicht stirbt, sondern vergeht.
Romantische, naive und verspielte Fantasy in Das göttliche Mädchen
Das göttliche Mädchen
entfaltet seine Spannung leise. Wer lieber Aktion mag, ist hier nicht
gut bedient. Die sensible und romantische Spannung weckt allerdings
tiefe Gefühle und – was mir immer besonders wichtig ist –
absolute Sympathie für die Hauptfiguren Henry und Kate.
Tut man sich
anfangs noch schwer, sich eine Welt der griechischen Götter
vorzustellen, weil der Mainstream doch immer noch von Vampiren
beherrscht wird, so ist „Das göttliche Mädchen“ ab der
Mitte einfach nur noch erfrischend anders und man hat auch nicht das
Gefühl, diese Story schon x-mal ähnlich irgendwo anders gelesen zu
haben.
„The Goddess Test“ ist übrigens der Titel der
nordamerikanischen Erstausgabe und bezieht sich somit direkt auf die
sieben Prüfungen, die Kate in „Das göttliche Mädchen“
bestehen muss.
Meiner Meinung nach ist das Buch absolut lesenswert!

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