Sonntag, 17. Juni 2012

„Das göttliche Mädchen“ von Aimée Carter besticht durch leise Töne und große Gefühle


Das göttliche Mädchen und der Gott der Unterwelt

 

Das göttliche Mädchen ist ein schöner Jugendroman, den aber auch noch junge Erwachsene lesen können. „Du kannst das Leben deiner Mutter verlängern, wenn du als Wintermädchen bestehst.“ Mit diesem verlockenden Versprechen tritt Kate in „Das göttliche Mädchen“ ihre ganz persönliche Reise in die Welt der griechischen Mythologie an. 

Jeden Winter soll sie zukünftig bei Henry alias Hades, dem Gott der Unterwelt, wohnen und ihm helfen, das Totenreich zu regieren – Parallelen zu Persephone und Hades sind gewollt. 

Allerdings weiß Kate da noch nicht, dass sieben Prüfungen auf sie zukommen, von denen sie jede einzelne bestehen muss, um das Leben ihrer Mutter auch weiterhin zu sichern und sich diesen Platz zu verdienen. 

Und auch für Henry steht in „Das göttliche Mädchen“ viel auf dem Spiel, denn sollte Kate es nicht schaffen, wäre das sein Todesurteil – wobei er als Gott nicht stirbt, sondern vergeht.

Romantische, naive und verspielte Fantasy in Das göttliche Mädchen

 

Das göttliche Mädchen entfaltet seine Spannung leise. Wer lieber Aktion mag, ist hier nicht gut bedient. Die sensible und romantische Spannung weckt allerdings tiefe Gefühle und – was mir immer besonders wichtig ist – absolute Sympathie für die Hauptfiguren Henry und Kate. 

Tut man sich anfangs noch schwer, sich eine Welt der griechischen Götter vorzustellen, weil der Mainstream doch immer noch von Vampiren beherrscht wird, so ist „Das göttliche Mädchen“ ab der Mitte einfach nur noch erfrischend anders und man hat auch nicht das Gefühl, diese Story schon x-mal ähnlich irgendwo anders gelesen zu haben.

„The Goddess Test“ ist übrigens der Titel der nordamerikanischen Erstausgabe und bezieht sich somit direkt auf die sieben Prüfungen, die Kate in „Das göttliche Mädchen“ bestehen muss. 

Meiner Meinung nach ist das Buch absolut lesenswert!

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