Sonntag, 24. Juni 2012

Quietschbunte Süßigkeiten häufig voller Azofarbstoffe


Azofarbstoffe

Azofarbstoffe in Lollis & Co

Azofarbstoffe? Was ist das eigentlich? Kaum einer kennt sie mit Namen, hauptsächlich sind sie unter dem Buchstaben E mitsamt Ziffer bekannt, und doch sind es genau die Stoffe, die die allseits beliebten Süßigkeiten so knallbunt einfärben, dass kein Kind widerstehen kann. 
Azofarbstoffe müssen seit 2010 ausdrücklich aufgeführt werden, sogar mit Warnhinweis, weil sie bei Kindern nachweislich Konzentrationsstörungen hervorrufen können. 
Zu den Azofarbstoffen gehören unter anderem Tartrazin, das in Deutschland zeitweilig sogar verboten war, da es allergische Reaktionen hervorrufen kann, jetzt aber wieder erlaubt ist. Weitere Azofarbstoffe sind: Rot 2 G (E128) und Gelborange S (E110). 
Erstgenanntes kann das Erbgut schädigen, da der Körper es in Anilin – giftig! – umwandelt. Dieser Stoff ist zum Glück heute in allen europäischen Lebensmitteln verboten. Azofarbstoffe werden übrigens aus Erdöl hergestellt!

Hyperaktivität durch Azofarbstoffe?

In England gab es zu dem Thema Azofarbstoffe eine eigene Studie, in der man belegen konnte, dass dieses Stoffe zu Hyperaktivität bei Kindern führen können. Erst aufgrund dieser Studie mussten die Azostoffe ausgewiesen werden. 
 Doch nach der großen Hysterie verblasste die Angst wieder und heute achtet kaum einer mehr darauf, ob die neue von den Medien angepriesene Super-Süßigkeit irgendwelche Es angibt. Auch der Hinweis auf der Packung, der vor Konzentrationsproblemen warnt, wird oft gar nicht wahrgenommen. Nicht zuletzt werden oft Azofarbstoffe kombiniert, sodass mehr als fünf verschiedene Stoffe in einem Produkt stecken können! 
Zuletzt noch ein Tipp: Diese Stoffe sind nicht nur in Süßigkeiten enthalten, auch in Lebensmitteln wie Käse werden sie oft benutzt. Am besten demnächst genauer hinsehen!

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