Azofarbstoffe in Lollis & Co
Azofarbstoffe? Was
ist das eigentlich? Kaum einer kennt sie mit Namen, hauptsächlich
sind sie unter dem Buchstaben E mitsamt Ziffer bekannt, und doch sind
es genau die Stoffe, die die allseits beliebten Süßigkeiten so
knallbunt einfärben, dass kein Kind widerstehen kann.
Azofarbstoffe
müssen seit 2010 ausdrücklich aufgeführt werden, sogar mit
Warnhinweis, weil sie bei Kindern nachweislich
Konzentrationsstörungen hervorrufen können.
Zu den Azofarbstoffen
gehören unter anderem Tartrazin, das in Deutschland zeitweilig sogar
verboten war, da es allergische Reaktionen hervorrufen kann, jetzt
aber wieder erlaubt ist. Weitere Azofarbstoffe sind: Rot 2 G (E128)
und Gelborange S (E110).
Erstgenanntes kann das Erbgut schädigen, da
der Körper es in Anilin – giftig! – umwandelt. Dieser Stoff ist
zum Glück heute in allen europäischen Lebensmitteln verboten.
Azofarbstoffe werden übrigens aus Erdöl hergestellt!
Hyperaktivität durch Azofarbstoffe?
In England gab es zu
dem Thema Azofarbstoffe eine eigene Studie, in der man belegen
konnte, dass dieses Stoffe zu Hyperaktivität bei Kindern führen
können. Erst aufgrund dieser Studie mussten die Azostoffe
ausgewiesen werden.
Doch nach der großen Hysterie verblasste die
Angst wieder und heute achtet kaum einer mehr darauf, ob die neue von
den Medien angepriesene Super-Süßigkeit irgendwelche Es angibt.
Auch der Hinweis auf der Packung, der vor Konzentrationsproblemen
warnt, wird oft gar nicht wahrgenommen. Nicht zuletzt werden oft
Azofarbstoffe kombiniert, sodass mehr als fünf verschiedene Stoffe
in einem Produkt stecken können!
Zuletzt noch ein Tipp: Diese Stoffe
sind nicht nur in Süßigkeiten enthalten, auch in Lebensmitteln wie
Käse werden sie oft benutzt. Am besten demnächst genauer hinsehen!

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